Der Planerfrieden – Mythos

Hallo liebe Eulen,

heute möchte ich euch ein bisschen zu meinem Planer-Werdegang erzählen. Meinen Planerstruggle fing in der Uni an und ich bin langsam wieder auf dem Weg zum neuen Planerfrieden. Wenn ihr mit eurem Planersystem glücklich und zufrieden seid, kann es sein, dass sich das nach diesem Beitrag ändert. (Achtung lang!)

!! Lesen auf eigene Verantwortung !!

Schule:  In meiner Schulzeit habe ich ohne große Zweifel eine Jahreskalender mit einem Tag/Seite verwendet. Diese typischen  Schülerkalender, die vermutlich alle kennen. Das gute für mich damals: Ein Kalender für Alles: Freizeitaktivitäten, Stundenplan und Hausaufgaben, alles an einem Ort! Und auf den Seiten der Sommerferien, war Platz fürs Zettelchen schreiben in langweiligen Unterrichtsstunden.

Universität:  Mit der Uni kam der erste Umschwung. Ein Tag/Seite reichte zwar platz-technisch vollkommen aus, aber Hobbies, Uni, Lernen, Testate und der erste Job mussten irgendwie im Blick behalten werden. Der Unterschied an der Uni ist: Niemand gibt dir einen fertigen Stundenplan.

Du musst selbst schauen,

  • wie die Seminare hintereinander passen,
  • ob du einen langen Pendlerweg einberechnen muss
  • wann die Arbeit ruft
  • und wann du lernen/ wiederholen musst

So standen auf manchen Seiten Projektnotizen, andere hatte ich bekritzelt und dekoriert, weil nichts wichtiges anstand, und die Termine gingen nach und nach unter. Also musste ein Planer mit Überblick her. Der Tagesplaner, war nicht mehr genug. Durch eine Freundin bin ich erst auf die Idee gekommen, dass weniger Platz am Tag aber dafür ein guter und strukturierter Blick auf die Woche, das war, was mit fehlte. Also musste ein Wochenplaner mit einer Woche auf 2 Seiten her. Nicht irgendeiner. Mit Zeitstrahl für den Tag und Platz für kleiner Notizen und Verweise. Außerdem ein schönes Cover, damit ich ihn gerne in die Hand nehme. Es wurde ein Paperblanks und der kam überall mit hin. Ich muss gestehen ich liebe Paperblanks Kalender einfach. Sie sind so wunderschön, das Papier ist leicht cremig und eine super Qualität und die Aufteilung reichte mir vollkommen, um im Blick zu behalten, wie voll meine Tage wirklich waren. Dazu kommt die Tasche am Ende in die alles Kleinzeug wandern kann, was auf dem Weg in eure Finger gerät. (Quittungen, Andenken, Sticker etc.) UND ein Paperblanks hält genau zwei Semester.

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Fazit am Ende des Semester: Klasse Kalender, alles da was ich brauche, aber vielleicht sind die Tage doch etwas zu schmal, wenn man mehr als nur die Veranstaltung eintragen möchte. Also im nächsten Semester: das gleiche Layout aber in etwas größer. Gesagt. Getan.

Ein No-Name Kalender in A5+ in Blau, um mein Ravenclaw-Ich ein bisschen zu verwöhnen. Bis zum Urlaub nach Spanien war ich begeistert, dekorierte und richtete ein, überklebte Seiten, die ich nicht brauchte mit, für mich, nützlichen Dingen, baute mir selbst eine Tasche und einen Gummiband-Verschluss (Wenn ihr wissen möchtet, wie ich das gemacht habe, schreibt mir gerne eine Nachrichten in den Kommentaren 🙂 ) Als ich dort auf einen Kalender von Daphnes Diary traf, der alles beinhaltete, was ich in meine Kalender selbst machen wollte, kam ich ins Schwanken, und war dankbar für meinen Freund, der mich darin bestärkte, an meiner „kreativen Bastelader“ festzuhalten, und das selbst zu machen.

Ich musste schnell feststellen: kreativ und planeraffin ist eine sehr bösartige Kombination und nachdem ich nur ganz knapp dem Filofaxing-Hype entgangen bin, weil sich ganz kurz meine Vernunft eingeschaltet hatte, entdeckte ich in den Playlisten bekannter Socialmedia Plattformen ^^ das Bullet Journaling von Ryder und war Feuer und Flamme. Er ist der Erfinder des Systems, das die Leute produktiv macht und ihnen hilft ihr Leben auf die Reihe zu bekommen? An sich hatte ich dieses Prinzip schon lange in meinen Kalendern praktiziert. To-Do-Listen, Erinnerungen, Notizen und kleine Tagebucheinträge oder Tracker waren immer schon an einem Ort gewesen. Und jeder Klick auf ein weiteres Video brachte mich tiefer in den Planerunfrieden. Ich wollte was Neues! Und trotzdem war jedes Notizbuch, was ich zur Hand nahm, ungeeignet, um damit zufrieden zu sein. Entweder passte die Woche nicht, wie ich es gewohnt war, oder ich hatte das Gefühl alles doppelt und dreifach eintragen zu müssen. Also sank meine Motivation rapide und der Bullet Journal Hype wurde erneut über den Haufen geworfen.

Nach dem ganzen hin und her, habe ich mich dann hingesetzt und einfach mal aufgeschrieben, was ich alles brauche, damit ich mich in meinem Alltag organisiert fühle. Ich habe mir einen Monat lang ein simples Notizheft geschnappt und es überall mit hingenommen und geschaut, was ich da hineinschreibe und was ich vermisse. Das war meines Erachtens nach eine der cleversten Ideen, die ich jemals hatte.

Jetzt weiß ich: Das System der Traveler’s Notebooks ist genau das, was meinen Terminplaner, meine Art von Bullet Jornaling Listen Organisation und Schreiben vereint. Das Traveler’s Notebook System ist von der japanischen Traveler’s Company (ehemals Midori) entworfen worden. Ein ähnliches System verfolgt auch die deutsche Firma X17. Es geht darum, dass ein Stück Leder als Einband für individuell viele Notizhefte fungiert. In verschiedenen Größen werden diese Einbände hergestellt und mit Gummibändern, werden die einzelnen Hefte im „Buchrücken“ befestigt. So ist immer nur das bei euch, was ihr wirklich braucht.

Nach dem ich innerhalb von 2 Jahren, mehr Planer-Unruhe erlebt hatte, als in den 15 Jahren davor, bin ich jetzt wirklich glücklich auf dieses Konzept gestoßen zu sein, und ich glaube, hier bin ich zuhause. Problem heute: Ich bin so verliebt, das ich begonnen habe, die ringlosen Planer zu sammeln.

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4 thoughts on “Der Planerfrieden – Mythos”

  1. Du hast recht, endlich gibt es etwas, wo man alles kombinieren kann und das man auch ganz schnell vom Planer wieder in ein Reisetagebuch verwandeln kann.

    Leider bin ich erst jetzt darauf gestoßen, ansonsten hätte ich mir wohl viel Planerchaos erspart =D

    LG Hannah

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