{Studentenleben} und täglich grüßt das Murmeltier

Hallo meine lieben (Studenten-)Eulen!

Wer kennt das nicht. Es geht wieder kopfüber ins neue Semester und das alte hat eigentlich noch gar nicht aufgehört. Abschlussarbeiten kollidieren mit Anmeldefristen, Aufnahmetests mit Nachschreibeklausuren. Und irgendwo dazwischen stehen Freunde und Familie und fragen, warum man denn nie Zeit hat, schließlich waren doch Ferien.

An alle Unwissenden: Es gibt so ziemlich genau 2 Arten von Studenten.

1, Der Student, der das ganze Semester Party macht, nicht vor 10 Uhr in der Uni ist und nicht später als 14 Uhr wieder nach Hause geht. Der in den Semester“ferien“ reist, tolle Länder entdeckt und seinen Instagram Account mit Sonnenscheinbildern und Sightseeing überflutet.

2. Der dauergestresste, chronisch übermüdete Student, der seine Regelstudienzeit um jeden Preis einhalten will, nebenbei 3 Jobs hat und noch auf den Hund der Nachbarn aufpasst. Er hat eine gesunde Kellerbräune, fliederfarbene Augenringe und zu seiner Grundausstattung, egal wo und wann,  gehören Kopfschmerztabletten und ein Eimer Kaffee. Er würde außerdem sehr gerne zu Kategorie 1. gehören, hat aber weder Geld noch Zeit dafür. Wie soll man auch vier Wochen Urlaub zwischen 24/7 Studium und Job unterbringen?

Ich selbst gehöre am Semesteende eigentlich immer zu Kategorie 2. und nehme mir vor, es im nächsten Semester bsser zu machen. Und dann stehen da wieder die Hausarbeit und das Praktikum und eigentliche wollte man ja auch mehr arbeiten. Und dann, wenn der Kafeekonsum das Monatsgehalt übersteigt und 3 Ibuprofen am Vormittag nicht mehr reichen, wünscht man sich, es diesmal anders gemacht zu haben. Man schmeißt alles hin, verschiebt alle Termine, schreibt allen Dozenten eine Mail, dass man krank war und meistert keine vier Hausarbeiten in 8 Wochen. Und vielleicht schafft man auch seine Regelstudienzeit so nicht mehr.

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UND DAS IST OKAY!

(Kleine Info am Rande: Meine Dozenten haben in der ersten Vorlesung offen heraus gesagt, dass die Regelstudienzeit bei den meisten Studien ein Trugschluss und gar nicht mehr möglich sei. Viel wichtiger sei es inzwischen, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und auch mal was von der Welt gesehen zu haben.)

Das Problem: Die Menschen sind inzwichen so darauf aus, Leistung zu bringen und der oder die Beste zu sein, dass sie nicht merken, wie ihr Leben, ihre Familie und Freunde, Hobbies und alles, was sie glücklich macht, verloren geht und in weite Ferne rückt. Ein bisschen mehr Party-Student und ein bisschen weniger Leistungsdruck würde wohl den meisten mal gut tun.

Denkt doch mal dran, was ihr am Ende des Jahres, am Ende der nächsten 5 Jahre oder am Ende eures Lebens in eurem Tagebuch stehe haben wollt. Die Zeit zu arbeiten, läuf nicht weg… die Zeit mit euren Lieben sehr wohl.

Ich habe viele Anläufe gebraucht, um mich vom Leistungsdruck zu entfernen und ein bisschen mehr zu genießen, aber mit jedem Jahr, werde ich besser 😉

Mach dich glücklich!

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1 thought on “{Studentenleben} und täglich grüßt das Murmeltier”

  1. Da stimme ich dir zu! Bei mir in Kunstgeschichte ist es zum Beispiel so, dass die Prüfungen bzw das System einfach nicht darauf ausgelegt sind, das man nicht besteht. Da muss man nämlich beim Durchfallen den Kurs wiederholen und der wird teilweise erst 2 Jahre später wieder angeboten. *Kopfschüttel*
    Jedenfalls wirkst du dennoch sehr gut strukturiert und organisiert. Die Regelstudienzeit halte ich auch für einen Trugschluss!

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