{Rezension} Der Wind und die Wahrheit – Michael Peinkofer

Hallo liebe Eulen!

Im letzten Semester hatte ich etwas Zeit, auch mal in ein anderes Genre hineinzuschnuppern. Und ich muss sagen: Es hat mir gefallen. Mein erster historischer Roman. Mein erstes Buch von Michael Peinkofer. Mein erster Roman aus dem Bastei Lübbe Verlag


Fakten
Titel: Der Wind und die Wahrheit
Autor: Michael Peinkofer
Seitenanzahl: 461 Seiten
Genre: historischer Roman


Die Rezension

Schicksalhafte Begegnung – Eine Romeo und Julia Geschichte der Moderne

Eine Reise beginnt bei strömendem Regen mitten im Orient. Dann die ersten Einblicke in das Leben und die Probleme eines Kaufmanns im alten Venedig. Die Geschäfte laufen nicht mehr gut. Um sein Geschäft zu retten, muss er seine Tochter verheiraten. Alyssia wird als Sklavin in den Orient verkauft. Ihr neuer Name: Haqiqa, die Wahrheit. Das Ziel: eine wichtige Handelsroute nach Alexandria (Al-Iskandalya).

Im Jahr 1362 beginnt auch die Geschichten von El-Rih (der Wind). Er würde sein Leben für seinen Herrn geben und kennt nichts außer dem Kampf. Er und Alyssia Bertrano könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Kaufmannstocher aus Venedig und der Elitesoldat aus dem osmanischen Reichen haben absolut gar nichts gemeinsam. Und doch treffen sich ihre Leben später und verbinden ihre Geschichten. Der Wind und die Wahrheit von Michel Peinkofer ist eine moderne Romeo und Julia Geschichte. Zwischen den Protagonisten liegen nicht nur die halbe Erdkugel, sondern auch völlig gegensätzliche Religionen und Kulturen. Und wie erfolgsversprechend ist eine Liebe zweier Menschen, wenn ein neuer Krieg der Religionen beginnt.

Wer Freude an historischen Romanen hat, wird bereits einige Romane von Michael Peinkofer kennen. Er schreibt witzig und verherrlicht nicht. Stellenweise liest sich der Roman wie ein Reisebericht. Die Protagonisten sind lebendig beschrieben, die Sprache modern und doch dem Romangeschehen angepasst. Auch wenn man sich viele Namen von Personen und Städten merken muss, verleiht das dem Roman eine gewisse Tiefe. Durch die abwechselnde Beschreibung von Alyssias und El-Rihs Leben wird es dem Leser nicht langweilig in die Welt des 14. Jahrhunderts einzutauchen. Ein schöner Roman für entspannte Abende und lange Zugfahrten.


Eigene Gedanken

Dieser historische Romane von Michael Peinkofer war für mich ein super Einstieg in das Genre. Er schreibt spannend und abwechslungsreich und trotzdem hat man das Gefühl, mehr über die Zeit zu erfahren in der es spielt. Normalerweise lese ich eher Dystopien oder Fantasie-Romane, dabei ist mir der Realitätsbezug nicht sonderlich wichtig. Beim historischen Roman war mir aber wichtig, dass mir keine Bären aufgebrummt werden. Ich freue mich immer, wenn ich durchs lesen etwas lernen kann und Geschichte nicht so langweilig und trocken ist, wie es in der Schule war.

In seiner Danksagung am Ende nimmt er außerdem noch Stellung zu seinem Roman, was mir persönlich sehr gefallen hat, da man so auch den Autor besser kennen lernt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der historische Romane mal ausprobieren will, mich hat es dazu bewegt, mehr von ihm zu lesen.

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